UKIP und der „Gay Pride March 2015“

eigentümlich frei

 

 

UKIP und der „Gay Pride March 2015“
Schwulenrecht ist Eigentumsrecht
Doch die Homo-Bewegung will neue Privilegien
Sean Gabb
(Published June 2015 as a translation from this)

Am 6. Juni 2015 verkündeten die Organisatoren des „Gay Pride March“ London, dass sie den Antrag der UK Independence Party auf Teilnahme abgelehnt hatten. Sie hatten sich einer Petition gebeugt, in der die UKIP als „grundsätzlich homophob, transphob, fremdenfeindlich, rassistisch und frauenfeindlich“ bezeichnet wurde.

Bevor ich mich zu dieser Aussperrung äußere, sage ich folgendes:

Erstens: Weder bin ich ein Mitglied der UKIP, noch bin ich je eines gewesen, und bei der Unterhauswahl im letzten Monat habe ich die Konservativen gewählt.

Zweitens: Ich habe schon in den 1970er Jahren Gesetze gegen schwulen Sex gebrandmarkt – das heißt, bevor viele unserer führenden „Schwulenrechte“-Aktivisten damit begonnen hatten, ihre Windeln zu füllen. Manche dieser Angriffe wurden in schriftlicher Form ausgeführt, und von denen sind genug erhalten geblieben und können auf meiner Webseite gefunden werden, die zeigen, dass ich die Wahrheit sage. Ich füge hinzu, dass man sich mit dem, was ich als Schüler und junger Mann sagte, komische Blicke einfangen konnte. Mir passierte das nie, aber das Risiko bestand, und ich habe dieses Risiko in Kauf genommen.

Drittens: Was mich anbetrifft, beginnt und endet die Bedeutung von „Schwulenrechten“ mit dem Recht, mit seinem Eigentum zu tun, was einem beliebt, und einen Umgang mit anderen, einwilligenden Erwachsenen zu pflegen, wie es einem gefällt. Das bedeutet, es darf kein Strafgesetz gegen schwulen Sex und keine staatlichen Diskriminierungen geben. Es bedeutet außerdem, dass es keine Sondergesetze gegen schwule Erotika und zum Schutz des „öffentlichen Anstands“ geben darf. Was ich meine, ist vollständige Redefreiheit und eine großzügige Auslegung dessen, was auf den Straßen toleriert werden sollte, da ich gegen allgemeine Gesetze gegen Erwachsenen-Erotika bin, und da ich glaube, dass für die Regulierung des Verhaltens in der Öffentlichkeit die alten Gesetze gegen die Störung von Ruhe und Ordnung ausreichend waren.

Viertens: Ich habe keine prinzipielle Einwendung gegen die Homo-Ehe. Ich habe mich in den 1980er Jahren zu ihren Gunsten geäußert und sehe keinen Grund, weshalb ein Bündel von Erklärungen und Vereinbarungen, die eine Ehe darstellen, nicht für alle zur Verfügung stehen sollte, die dieses haben möchten.

Dies scheint so ungefähr die Position zu sein, die meine schwulen Freunde in der UKIP einnehmen. Es scheint im großen und ganzen die von Nigel Farage in der Öffentlichkeit eingenommene Position zu sein. Verglichen mit dem Maßstab von vor 25 Jahren ist die UKIP-Position im Hinblick auf Homosexualität unerhört libertär. Warum wurden ihre Repräsentanten daran gehindert, an einer „Gay Pride Parade“ teilzunehmen?

Die Antwort ist, leider, dass die Homosexuellen-Bewegung kein Interesse mehr an den grundsätzlichen in der englischen liberalen Tradition anerkannten Menschenrechten hat. Ihr Anliegen ist ein partikulares Privileg – ein Privileg, das nur von einem erweiterten und aufdringlichen Staat gewährt und aufrechterhalten werden kann. Die UKIP und Nigel Farage wurden abgeurteilt, weil sie gegen Antidiskriminierungsgesetze sind. Ihre Stellung dazu wird „borniert“ genannt.

Das Koalitionsrecht beinhaltet jedoch auch das Recht, nicht zu koalieren. Zwei Männer sollten auf jeden Fall das Recht haben, sich zu ehelichen. Aber niemand sollte gezwungen werden, ihre Hochzeitstorte zu backen. Wenn Sie ein Unternehmen führen, riskieren Sie Ihr Geld und Ihre Zeit. Wenn Sie, aus welchen Gründen auch immer, mit gewissen Menschen keinen Handel treiben möchten, sollte das Ihr unbestrittenes Recht sein. Es mag unklug sein, zahlende Kunden fortzuschicken. Es mag kleinlich sein von Ihnen. Aber es sollte Ihr Recht sein. Es ist ein Recht von genau der gleichen Art wie das Recht zweier Männer, Sex miteinander zu haben.

Wenn Sie ein Geistlicher sind, sollten Sie nicht gezwungen werden, eine homosexuelle Ehe einzusegnen. Oder, wenn Sie eine homosexuelle Ehe gegen die Regeln Ihrer Konfession einsegnen, sollten Sie kein Recht auf Rechtsbehelf haben, wenn Sie zeitweilig oder endgültig Ihres Amtes enthoben werden. Eine Religion ist eine private Organisation, formell oder effektiv vom britischen Staat getrennt. Der britische Staat hat kein Recht, sich in ihre inneren Angelegenheiten einzumischen, es sei denn, sie ist dem Leben, der Freiheit oder dem Eigentum anderer gegenüber aktiv feindselig eingestellt.

Redefreiheit beinhaltet das Recht, Erotika zu veröffentlichen und zu konsumieren. Ebenso gehört auch das Recht dazu, über die dargestellten Handlungen Ekel zum Ausdruck zu bringen und schlecht über jeden zu sprechen, der sie genießt. Nichts davon beinhaltet das Recht auf Störung der Ruhe und Ordnung, wie sie traditionell verstanden wird. Aber niemand sollte auf irgendeine Weise bestraft werden, weil er sich für oder gegen eine bestimmte sexuelle Handlung oder einen bestimmten Lebensstil ausspricht.

Man nehme als Beispiel die Behauptung, UKIP sei eine „rassistische“ und „fremdenfeindliche“ Organisation. Ich glaube nicht, dass dies der Wahrheit entspricht. Aber es ist irrelevant, selbst wenn es wahr wäre. Eine Abneigung gegen Männer, die der Homosexualität zuneigen, und eine Abneigung gegen Ausländer mögen gleichermaßen lieblos sein. Aber sie sind logisch getrennt. Sie können der Masseneinwanderung mit der Begründung widersprechen, dass sie die traditionellen Einwohner eines Territoriums verdrängt. Diese Meinung hat keine automatische Auswirkung auf die Vorstellung, wie diese traditionellen Einwohner sich zu verhalten haben. Diese Unterscheidung ist nicht abstrakt. Ich kenne Identitäre, die die Einwanderung aus der Dritten Welt und den Multikulturalismus entschieden ablehnen, aber der Homosexualität gegenüber gleichgültig sind.

Ich füge hinzu, dass viele Neuankömmlinge der Homosexualität gegenüber nicht gleichgültig sind, und dass die Gegenden, in denen sie überwiegen, für Männer mit homosexuellen Neigungen eher ungemütlich sein können.

Natürlich ist „Gay Pride“ eine private Organisation, und sie hat das gleiche Recht, wie es ein christlicher Bäcker haben sollte, nicht mit Menschen zu verkehren, die sie nicht mag. Aber ich wiederhole, allgemein ist es so, dass sich die Mainstream-Homosexuellen-Bewegung in diesem Land von den liberalen Grundsätzen, die sie von den 1950er bis in die 1990er Jahre predigte, abgekehrt hat. Sie hat sich zu einer zunehmend unheimlichen Interessengruppe entwickelt, die mit Nachdruck Zensur und erzwungene Vereinigung fordert. Wenn sie nicht in der Lage war, die straf- und zivilrechtlichen Gesetze zu diesem Zweck zu nutzen, verlangte sie ebenso wirksame behördliche Maßnahmen, die sie auch bekam.

Dieser Wesenswandel ist in sich falsch. Er ist außerdem gegen die langfristigen Interessen seiner angeblichen Nutznießer. Sämtliche von uns gegenwärtig genossenen Freiheiten sind die Früchte der englischen liberalen Tradition. Wenn diese Früchte einigen Leuten entzogen werden, ist das ein Präzedenzfall dafür, sie anderen zu entziehen. In der vergangenen Generation waren die alten Vorurteile gegen Homosexualität dabei, zu verschwinden. Wer kann sagen, was die nächste Generation bringt?

© 2015 – 2017, seangabb.

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